Datensicherung einrichten und prüfen
Express-Sicherung, Stream-Methode, 2+2-Generationensicherung, USB-Rotation, Prüfpflicht und Rücksicherungshinweise für winTFS-Daten.
Warum Generationensicherung?
Viele Datenverluste werden erst bemerkt, wenn bereits eine neue Sicherung über den Fehler geschrieben wurde. Deshalb reicht eine einzelne Sicherung nicht aus.
Bewährt ist ein 2+2-Konzept: zwei kurzfristige Generationen, z. B. gestern und vorgestern, plus zwei langfristige Generationen, z. B. Monats- oder Quartalssicherungen.
Express- und Stream-Sicherung
Die historische winTFS-Stream-Sicherung arbeitet mit Skriptlogik, z. B. stream.bat. Dadurch kann ein Techniker eigene Kopier- oder Archivbefehle ergänzen, ohne die Grundsicherung zu ersetzen.
- Daten zunächst in ein Sicherungsverzeichnis kopieren, z. B.
C:\wtsaveroderC:\xwtsaver. - Wichtige Daten in ein Archiv packen, historisch z. B.
savetfs.lzh. - Archive nummeriert aufbewahren, typischerweise
Savetfs0bisSavetfs9. - Archiv auf ein externes Medium kopieren.
- Periodisch zusätzlich eine Komplettsicherung des Systems erstellen.
Was gesichert werden muss
- Kassenjournale und aktuelle Kassenmonate
- Lagerdaten
- Adressen und Kundenstamm
- Rechnungen
- Lieferscheine und Sammellieferscheine
- Konfigurationsdateien und relevante Zusatzmodule
Praxisablauf mit zwei USB-Sticks
- Zwei Sticks im Wechsel nutzen, z. B. Stick 1 an ungeraden Tagen, Stick 2 an geraden Tagen.
- Den passenden Stick morgens einstecken.
- Beim Beenden oder über die Datensicherungsfunktion die Sicherung ausführen.
- Nach der Sicherung Datum, Uhrzeit und Dateigröße prüfen.
- Den Datenträger getrennt vom Kassen-PC aufbewahren.
Monats- und Quartalssicherung
Zusätzlich zur Tagessicherung sollte regelmäßig ein längerfristiger Stand gesichert werden. Das ist besonders wichtig, bevor Monatsabschlüsse, Jahreswechsel, größere Updates oder Inventurabschlüsse durchgeführt werden.
Prüfliste
- Gibt es mindestens zwei aktuelle Generationen?
- Liegt eine Sicherung außerhalb des Kassen-PCs?
- Wurde eine Sicherung probeweise geöffnet oder in eine Testkopie entpackt?
- Ist bekannt, welcher Datenpfad produktiv ist?
- Sind alle Arbeitsplätze geschlossen, wenn eine Komplettsicherung läuft?
Rücksicherung nur gezielt
Eine Rücksicherung sollte nie spontan auf Produktivdaten erfolgen. Vorher wird der aktuelle Datenordner komplett kopiert. Danach wird nur der benötigte Stand oder die benötigte Datei zurückgesichert. Bei Unsicherheit sollte der Support eingebunden werden.
Technische Hinweise
- Historische Installationen verwenden teils
LHA.exe. Das Tool muss im Suchpfad oder Sicherungsverzeichnis erreichbar sein. - Wenn externe Backup-Software genutzt wird, sollte sie den vollständigen winTFS-Datenpfad und nicht nur Programmdateien sichern.
- Bei Serverbetrieb muss die Sicherung vom Serverdatenpfad erfolgen, nicht von einer leeren lokalen Kopie.