Zusatzprogramme und Module installieren
Installation und Einbindung von WinINV/winINF, TSE, FIPS/SWIFT, winCardMan und weiteren Modulen.
Zusatzprogramme erweitern winTFS, arbeiten aber fast immer mit dem vorhandenen Datenbestand, mit eigenen Lizenzen oder mit Schnittstellenparametern. Installieren Sie solche Komponenten deshalb nie losgelöst vom produktiven winTFS-Pfad.
Grundregel für Zusatzmodule
- Vor der Installation eine Datensicherung erstellen.
- Prüfen, ob das Modul zur eingesetzten winTFS-Version passt.
- Lizenz, Freischaltung oder Autorisierungsdatei bereitlegen.
- Den richtigen Datenpfad eintragen und mit einem bekannten Artikel oder einer bekannten Adresse kontrollieren.
- Nach der Installation eine ungefährliche Testfunktion ausführen, bevor produktiv gearbeitet wird.
WinINV / winINF Inventurprogramm
Das Inventurprogramm wird für Inventurerfassung, Zählung, Korrektur und Übergabe an das Lager verwendet. Es kann als eigenständiges Zusatzprogramm installiert werden und benötigt den korrekten Lagerpfad aus winTFS.
- Installieren Sie das aktuelle WinINV-/winINF-Setup auf dem vorgesehenen PC.
- Öffnen Sie die Parameter des Inventurprogramms.
- Tragen Sie den Lagerpfad ein, zum Beispiel
C:\wintfs\dataoder den tatsächlichen Netzwerkpfad. - Kontrollieren Sie den Pfad mit einem bekannten Artikel aus dem Lager.
- Starten Sie eine neue Inventur über die Inventur-Neu-Funktion. Dabei werden die Artikeldaten aus dem Lager in die Inventur übernommen.
- Nutzen Sie Export/Import, wenn mehrere Erfassungs-PCs zusammengeführt werden sollen.
- Übergeben Sie die Werte erst mit Abschluss an das Lager, wenn die Inventur geprüft ist.
Sicherheit: Im Inventurprogramm können viele Funktionen getestet werden. Der kritische Schritt ist der Abschluss, weil erst dann gezählte Werte an das Lager übergeben werden. Vor diesem Schritt muss eine aktuelle Sicherung vorhanden sein.
TSE und Fiskalmodule
Kassenplätze benötigen eine passende TSE- und Fiskalkonfiguration. Je nach Anlage kann die TSE als Drucker-TSE, Netzwerk-/Serverlösung, USB-/SD-Lösung oder über eine unterstützte Schnittstelle angebunden sein.
- Die TSE muss technisch erreichbar sein und zur eingesetzten winTFS-Version passen.
- Bei einer Drucker-TSE muss der Drucker eingeschaltet und im Netzwerk erreichbar sein.
- Bondruck, TSE-Signatur und DSFinV-K-/Archivfunktion müssen nach der Einrichtung geprüft werden.
- Stationsnummern und Fiskalparameter dürfen im Mehrplatzbetrieb nicht doppelt vergeben werden.
FIPS / SWIFT und Shop-Schnittstellen
FIPS/SWIFT verbindet winTFS mit Shop- oder Transferprozessen. Dabei werden Artikeldaten, Bestände und Aufträge über definierte Schnittstellendateien oder Transportwege verarbeitet.
- Prüfen Sie, ob das FIPS-/SWIFT-Interface für die Installation lizenziert und installiert ist.
- Richten Sie den Transportweg ein, zum Beispiel TFS-Mailer, VPN oder eine andere vereinbarte Übertragung.
- Pflegen Sie im Lager die Internet-aktiven Artikel und die zugehörigen Internetfelder.
- Testen Sie zuerst mit einem einzelnen Testartikel und kontrollieren Sie Preis, Bestand und Beschreibung.
- Übernehmen Sie Shop-Aufträge erst produktiv, wenn Adresse, Auftragsdaten und Bestandsänderung korrekt verarbeitet werden.
winCardMan und Preisschilddruck
winCardMan und die Preisschild-/Print-Funktionen werden für Etiketten, Preisschilder, Layouts, Logos und Abo-Daten verwendet. Nach Installation oder Update muss die verwendete Version zum Datenbestand und zu den Layouts passen.
- Aktuelle Programmversion und Layout-/Abo-Daten getrennt bereithalten.
- Abo-Daten über die vorgesehene Programmfunktion einspielen, nicht manuell in Datenordner kopieren.
- Ein Testetikett drucken und Preis, Barcode, Logo und Layout prüfen.
- Bei alten FIPS-Komponenten beachten, dass einzelne Altsysteme abgekündigt sein können.
Weitere Schnittstellen
Für EC-Terminals, LabMAN, Buchhaltungsexporte oder andere Zusatzkomponenten gilt dasselbe Prinzip: erst Modulstand und Lizenz prüfen, dann Datenpfad und Parameter setzen, anschließend eine kleine Teststrecke durchführen.